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sei du selbst die ver├Ąnderung, die du dir w├╝nschst f├╝r diese welt

– Mahatma Gandhi –

kraft und ausdauer

Ohne Muskulatur k├Ânnte der Mensch sich nicht bewegen.

Erst die An- und Entspannung bestimmter Muskeln macht es m├Âglich, den Bewegungsapparat in Gang zu setzen. Krafttraining beschreibt ein k├Ârperliches Training mit dem Ziel, die motorischen Kraftf├Ąhigkeiten zu verbessern. Bereits ab dem mittleren 20. Lebensjahr baut sich die Muskulatur des menschlichen K├Ârpers ab. Die gute Nachricht hierbei:
Muskulatur l├Ąsst sich in jedem Alter trainieren und aufbauen. Denn eine gute Muskelkraft ist die Voraussetzung zum Durchf├╝hren s├Ąmtlicher Bewegungen.
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein moderates Krafttraining mit Gewichten einen exorbitanten positiven Einfluss auf die Gesundheit aufweist: 

  • Muskelaufbau
  • Reduktion von R├╝ckenschmerzen
  • Erh├Âhung der Fettverbrennung
  • Reduktion von Schmerzen und Gelenksteifigkeit
  • Verbesserung der Blutflusseigenschaften
  • Vorbeugung von Diabetes
  • Verminderung und Vorbeugung von Osteoporose
  • Erh├Âhung der psychischen und physischen Belastbarkeit
  • Verbesserung des Stoffwechsels
  • K├Ârperstraffung

Warum gerade jetzt Muskeltraining so wichtig ist!

Muskeln produzieren unter Belastung Botenstoffe, die sogenannten Myokine. Diese dienen der Kommunikation zwischen den Organen und sind in der Lage sind, uns vor Erkrankungen wirksam zu sch├╝tzen. Sie sind sinnbildlich gesprochen so etwas wie Ladestationen und Wegweiser f├╝r unser Immunsystem.

Funktionstraining - Pia Sch├Ąfer - CORPUS LOUNGE

Offensichtlich sind es dabei gerade ├╝berschwellige Belastungen, die diese wichtigen Botenstoffe in einer gro├čen Menge in unseren Kreislauf aussch├╝tten und uns damit besonders wirksam vor Erkrankungen sch├╝tzen k├Ânnen.
Gerade in Zeiten, in denen uns ein Virus quasi ÔÇ×ruhigstelltÔÇť, ist die Produktion an Myokinen besonders wichtig, weil langes Liegen zu einem Abbau an T-Lymphozyten f├╝hrt. Die T-Lymphozyten sind in unserem K├Ârper f├╝r die Immunabwehr verantwortlich. Durch k├Ârperliche Inaktivit├Ąt verliert der K├Ârper jeden Tag einen gewissen Prozentsatz an T-Lymphozyten und nat├╝rlichen Killerzellen.

Sie k├Ânnen sich diesen Verlust vorstellen wie die Batterie bei einem Oldtimer, den sie ├╝ber den Winter in die Garage stellen. Ist die Batterie voll, springt der Wagen im Fr├╝hjahr wieder an. Ist die Batterie schon relativ leer, wenn sie ihn in die Garage stellen, kann es zu einer Tiefenentladung kommen und dann brauchen Sie im Fr├╝hling eine neue.

In gleicher Weise wie in dem Vergleich mit der Batterie verliert ein Mensch, der l├Ąngere Zeit ruhiggestellt wird, T-Lymphozyten und nat├╝rliche Killerzellen. Gehen diese zur├╝ck auf wenige Prozent, kommt das einer Tiefenentladung gleich und dann gibt es keinen Weg zur├╝ck ins Leben. Da bei ├Ąlteren Menschen die ÔÇ×LebensbatterieÔÇť nicht mehr so gut aufgeladen ist wie bei jungen Menschen, verhindern lange Liegephasen die effiziente Immunantwort gegen eine Virusinfektion.

Die Krankheit ist damit das Resultat der Energielosigkeit des Immunsystems. Bei einer Virusinfektion fehlen wesentliche Elemente (Myokine, T-Lymphozyten und nat├╝rliche Killerzellen), die f├╝r die Gesundung und die Eliminierung des Virus erforderlich sind. Aus diesem Grund sind ├Ąltere Menschen von dem Virus wesentlich st├Ąrker betroffen als j├╝ngere Menschen, deren ÔÇ×LebensbatterieÔÇť gut aufgeladen ist. Deshalb sollte jeder Gesunde darauf achten, durch Muskelbelastungen seine ÔÇ×LebensbatterieÔÇť in einem guten ÔÇ×LadezustandÔÇť zu halten, falls es durch die Belastung durch einen Virus zu einer l├Ąngeren Ruhigstellung kommen sollte, die f├╝r das Immunsystem als solche schon eine Belastung darstellen w├╝rde.
Wichtig ist, dass es offensichtlich gerade die ├╝berschwelligen und intensiven Belastungen sind, die zu einer starken Produktion von Myokinen f├╝hren und damit unser Immunsystem trainieren. Belastungen also, die ├╝ber unsere Alltagsbelastungen weit hinausgehen. Dass es gerade ├╝berschwellige Belastungsreize sind, die unser Immunsystem trainieren, kennen wir im Zusammenhang mit Hitze und K├Ąlte. Gehen wir n├Ąmlich vom Warmen ins Kalte, holen wir uns schneller mal eine Erk├Ąltung. Gehen wir aber vom extrem Warmen, also aus der Sauna, ins extrem Kalte, also ins Tauchbecken, dann wird unser Immunsystem trainiert, um uns vor den Alltagsbelastungen besser sch├╝tzen zu k├Ânnen. Wie in dem Saunabeispiel so sind es also offensichtlich auch gerade die ├╝berschwelligen Muskelbelastungen durch ein regelm├Ą├čiges Muskeltraining, die unseren K├Ârper auch im Falle einer Virusinfektion wirkungsvoll sch├╝tzen.

Was allerdings f├╝r die Sauna gilt, das gilt auch f├╝r muskul├Ąre Belastungen. Liegt eine Entz├╝ndung bereits vor, hilft die Sauna nicht und dann sollte man auch nicht trainieren, weil das Training selbst eine Belastung f├╝r das Immunsystem darstellt. Hier hilft nur Ruhe. Wenn Sie also im Augenblick nicht in den Fitnessclub gehen k├Ânnen, obwohl sie keine Symptome einer Erk├Ąltung haben, trainieren Sie Ihre Muskeln zu Hause durch einfache ├ťbungen wie Klimmziehen, Kniebeugen und Liegest├╝tz, um ihr Immunsystem leistungsf├Ąhig zu erhalten und ihre ÔÇ×LebensbatterieÔÇť in einem guten Ladezustand.

Text: Professor Dr. med. Marion Schneider / Professor Dr. med. Elke Zimmermann /Mario G├Ârlach und Andreas Bredenkamp

Ausdauertraining

Cardio- oder Ausdauertraining wird auch Herz-Kreislauf-Training genannt. Es bewirkt einen positiven Anpassungseffekt des Herz-Kreislauf-Systems. Somit kann durch ein angemessenes Training das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung enorm reduziert werden.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dieses Training sich ├Ąu├čerst gut auf das komplette Herz-Kreislauf-System und auf die Gesundheit auswirkt. Somit spielt es eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Verbesserung des Blutdrucks
  • Geringeres Risiko eines Herzinfarktes
  • Vorbeugung von Arteriosklerose
  • Reduzierung des Blutfettspiegels
  • St├Ąrkung des Immunsystems
  • Optimierung der Lungenfunktion
  • Verbesserte Denk- und Leistungsf├Ąhigkeit
  • Verringerung der Herzfrequenz in Ruhe sowie unter Belastung
Kraft und Ausdauertraining - CORPUS LOUNGE

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